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Herr Vaske, seit 2011 betreiben Sie eine Biogasanlage. Was waren Ihre Gründe für den Bau der Anlage?

Meine Frau und ich haben 2008 einen Schweinemaststall mit 2.000 Tierplätzen in Betrieb genommen. Der Stall ist komplett von Big Dutchman ausgerüstet worden und läuft einwandfrei, wir sind mit den Mastergebnissen sehr zufrieden. Darüber hinaus hatte ich nach einem zweiten Standbein gesucht, das optimal zu unserem Betrieb passt. Und da lag der Gedanke an eine Biogasanlage natürlich nahe.

Wir leben in einer Veredelungsregion, in der die Flächen rar sind und Gülle üppig vorhanden ist.

Mit unserer Biogasanlage können wir die Gülle bestmöglich verwerten. Natürlich primär als Input für die Anlage, aber auch die Gärreste sind vielseitig einsetzbar.

Zum Beispiel als Flüssigdünger oder für die Herstellung von hoch konzentriertem Feststoffdünger. Mit der anfallenden Wärme heizen wir sowohl Wohnhaus als auch Schweinestall.

Sie haben sich für eine Biogasanlage von AD AGRO systems entschieden. Warum?

Vom ersten Gespräch an wurden wir kompetent und vor allem umfassend beraten, praktisch zu allem, was es in der Entscheidungsphase zu bedenken gibt. Und mir ging es dabei nicht nur um Fragen zur Strom- und Wärmeproduktion gemäß EEG. Wir wollten darüber hinaus ein individuell auf unseren Betrieb zugeschnittenes Konzept für einen optimalen Input-Mix und Gülle- und Gärrestverwertung. Das haben wir bekommen!

Mit in die Entscheidung eingeflossen ist natürlich auch die Tatsache, dass AD AGRO quasi "Nachbar ist.

Damals gehörte AD AGRO zur Big Dutchman-Gruppe. Mit dem Stalleinrichter arbeiten wir bereits seit vielen Jahren sehr gut zusammen. Und genauso wie Big Dutchman ist AD AGRO ein zuverlässiger Partner, das kennen wir gar nicht anders und daran hat sich nichts geändert.

Wie waren Ihre Erfahrungen während des Baus der Biogasanlage?

Die Kundenorientierung von AD AGRO hat uns von Anfang an begeistert! Meine Rahmenbedingungen und Möglichkeiten standen stets im Mittelpunkt der Diskussionen und nicht irgendwelche Schubladenlösungen seitens des Anlagenbauers. Die Planung wurde zeitnah mit mir abgestimmt, und auch die Bauumsetzung einschließlich der wöchentlichen Baubesprechungen erwiesen sich als sehr gut organisiert.

Vor allem hat es mir gefallen, dass AD AGRO uns als Kunden immer eingebunden hat. Wenn ich z.B. während der Bauphase Fragen oder Ideen hatte, wurden diese sofort besprochen und nachvollziehbar geklärt. Das lag nicht zuletzt daran, dass ich immer einen engen Kontakt zur Bauleitung hatte. Natürlich gab es die eine oder andere Verzögerung. Aber das ist normal, und unterm Strich ist alles wie geplant abgelaufen.

Warum haben Sie die Anlage so gebaut?

Die Biogasanlage ist exakt auf unsere betrieblichen Möglichkeiten zugeschnitten. Dabei wurde eine begrenzte Verfügbarkeit von Maissilage ebenso berücksichtigt wie die im Maststall anfallenden Güllemengen. Darüber hat AD AGRO bei Konzipierung und Bau die Anlage von vorneherein auf eine quasi Verdoppelung der Leistung angelegt.

Welche Substrate setzen Sie ein und wie viel davon?

Derzeit setzen wir 16-18 Tonnen Maissilage pro Tag ein sowie die gesamte Gülle, die auf unserem Betrieb anfällt.

Wie hat sich die Hochfahrphase der Anlage aus Ihrer Sicht dargestellt?

Etwa einen Monat vor der geplanten Hochfahrphase habe ich von AD AGRO die Fütterungspläne erhalten. Zum Anfahren haben wir aktives Substrat einer anderen Biogasanlage benutzt. Zwei Wochen nach Erstbefüllung hat die Anlage bereits Volllast erreicht.

Das Hochfahren war eine runde Sache. Die zuständigen AD AGRO-Mitarbeiter waren immer vor Ort, und meine Fragen wurden in dieser wichtigen Phase kompetent beantwortet. Kurzum, wir hatten zu jeder Zeit das sichere Gefühl, dass die Fachleute von AD AGRO genau wissen, was sie tun!

Wie sieht ihr bisheriges Fazit aus und wie sind die Ergebnisse?

Die Technik funktioniert hundertprozentig, und die Ergebnisse liegen im Schnitt zwischen 96 und knapp 100%. Wenn es mal eine Störmeldung gegeben hat, dann waren das eher kleinere Dinge. Und ich glaube, dass wir die Mengen an Maissilagen noch weiter reduzieren können. Zumindest ist das der Trend der letzten Monate.

Ich bin allerdings erst dann hundertprozentig zufrieden, wenn das Feintuning von den Einsatzmengen und der optimalen Kombination der Inputstoffe abgeschlossen ist. Natürlich ist die räumliche Nähe zu AD AGRO von Vorteil. Letztendlich sind die aber sowieso flächendeckend aktiv.

Welchen zeitlichen Aufwand haben Sie mit der Biogasanlage pro Tag und wie sieht generell so ein Tagesablauf – bezogen auf die Biogasanlage – aus?

Der tägliche Aufwand liegt ungefähr bei anderthalb bis zwei Stunden pro Tag. Grundsätzlich braucht die Biogasanlage nur anständig gefüttert werden, und einmal am Tag muss eine Sichtkontrolle durchgeführt werden. Alle weiteren Informationen werden automatisch auf mein iPhone oder auf meinen PC übertragen.

Wie haben Sie sich im Vorfeld über AD AGRO informiert?

Schon 2008, während des Baus des neuen Maststalls, war der Gedanke an eine Biogasanlage präsent, und ich habe mir viele angesehen, sowohl von AD AGRO als auch von anderen Anbietern. Eine große Rolle haben die Erfahrungsberichte von Biogasanlagenbetreibern gespielt; da hat AD AGRO eine wirklich gute Reputation im Markt.

Sie bauen jetzt wieder mit AD AGRO. Um was geht es da?

Ja, wir wollen die Anlagenerweiterung mit einem zusätzlichem BHKW und einem Trockner wieder mit AD AGRO durchführen. Es ist ja bisher immer alles super gelaufen. Und es macht auch Sinn, wenn alles aus einer Hand kommt! Jetzt müssen wir nur noch sehen, ob das EEG alles so zulässt, wie wir es mal geplant hatten.

Gibt es ein Highlight?

Da gibt es wirklich eins: wir hatten eine AD AGRO-Besuchergruppe auf dem Betrieb, die sich die Anlage angeschaut hat. Ich wurde gleich zu Beginn als Eigentümer vorgestellt und stand dann ausführlich Rede und Antwort. Das Ganze dauerte etwa eine halbe Stunde. Eine Stunde später kam einer der Besucher zu mir und meinten allen Ernstes, dass die Anlage gar nicht in Betrieb sei. Überrascht habe ich ihn gefragt, wie er denn dazu käme.

Es sei viel zu sauber und aufgeräumt, nirgendwo blinke oder hupe ein Alarm und außer mir, der ich gerade mal 15 Minuten die Anlage gefüttert habe, sei niemand zu sehen. Außerdem rieche es nicht und laut sei es auch nicht. So die Antwort.

Ich musste ihn wirklich überzeugen, dass dies trotz Volllast so üblich wäre. Der Mann war schwer begeistert.

Vielen Dank für das Gespräch.